Historische Landtechnik Rheinhessen


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Unser Deutz

Eine Geschichte für das Schlepperherz
F2L612/6N
Bericht von Hartmut Linckh
Unser Deutz, ein F2L612/6N, war im Grunde die Idee von meiner Frau, weil unser MAN nicht fahrbereit ist und wir aber für verschiedene Dinge immer wieder ein Schlepper brauchen.
Daher besteht sie auch immer noch darauf dass sie den Schlepper im Internet fand, stimmt ja auch.
Also lange Rede kurzer Sinn, In mobile24 stand er drin, guter Zustand neu lackiert alle Öle gewechselt Bj: 1956 ohne Hydraulik.
Es war Samstag Abend als meine Frau diese Anzeige las, Ich rief dann unter der Angegebenen Nr. an, redete mit dem Besitzer und beschloss Spontan am nächsten Tag den Schlepper zu besichtigen.
Mit unserer 8Jährigen Tochter, die sich dieses Ereignis natürlich nicht entgehen ließ, bin ich nach Brilon, wo der Schlepper auf einem Firmengelände zur Besichtigung stand, gefahren.
Nach einer längeren Probefahrt und nachdem alles begutachtet wurde, waren wir uns handelseinig.
Daheim angekommen erzählten wir ganz stolz meiner Frau dass wir jetzt einen Deutz gekauft haben.
Als Antwort bekamen wir die Frage, und wie kommt der Schlepper zu uns nach hause??
.......hm gute Frage. Nach ca. 1 Woche und vielem Rum telefonieren, bin ich zu dem Schluss gekommen Spedition zu teuer, Anhänger ausleihen geht auch nicht habe kein Auto für dieses Gewicht, Auto in der Gewichtsklasse auch zu teuer.
Dann kam die Lösung der Schlepper muss per Achse nach Hause gebracht werden.

Gesagt getan Freitagabend mit einem Leihwagen nach Brilon 1x Hotel übernachten und am Samstagmorgens die Roten Nr Schilder montiert und den Heimweg angetreten.
Übrigens das war ein sehr mutiger Schritt, ich wusste und weiß ja bis heute nichts über das Vorleben vom Deutz.
Aber es ging alles gut, für den Notfall hatte ich ein bisschen Werkzeug, welches ich zum Glück nicht brauchte, dabei.
Der Verkäufer meinte wenn ich die 225 Km lange Strecke mit dem Schlepper fahren würde, zahlt er mir die Tankfüllung für die Rückfahrt.
Ich unterschätzte 13 Stunden Fahrt mit 20 km/h, nach 8 Stunden war ich müde mir war kalt es war November ich hatte kein Dach und es wurde dunkel.
Ich fuhr dann weiter mit dem Entschluss das nächste Hotel gehört mir.
Es kam auch ein Landgasthof mit Fremdenzimmer.
Ich übernachtete dort und fuhr am nächsten Morgen, Sonntag, 4 Stunden Heim, ohne Panne.
Der Schlepper wird hauptsächlich für Umzugsfahrten, Oldtimer treffen, und sonstige Brauchtumsveranstaltungen benutzt.
Mit sonstigen Veranstaltungen ist zum Beispiel die Fahrt nach Heimerdingen gemeint.
Die musste ich meiner Tochter nach dem sie nicht mit durfte als ich den Deutz im November holte, versprechen.
Des weiteren kann man ihn im Alltag für leichtere Zugarbeiten gut gebrauchen.
2 Jahre lief der Schlepper problemlos.
Im November 2011 dann blieb der Motor beim Startvorgang abrupt stehen.
Nach dem ich den Anlasser ausgebaut habe und versucht habe den Motor von Hand durchzudrehen und das ging nicht ahnte ich böses.
Es half nichts der Motor musste aufgemacht werden.
Meine Tochter half mir beim Abnehmen der Zylinderköpfe, und Büchsen dann kam das Übel zum Vorschein, Kolbenringe gebrochen und so verkeilt dass der Motor stehen blieb.
Zum Glück beim Startvorgang und nicht im vollen lauf.
Dann kam für den Deutz eine lange Winterpause einmal weil es zu kalt war in der Garage zu schrauben.
Außerdem wollte ich nichts überstürzen.
Nach reiflicher Überlegung kam ich zu dem Entschluss der Deutzmotor bekommt neue Kolben + Ringe und Büchsen, Zylinderköpfe und ein Komplettdichtsatz Motor. Lichtmaschine und Anlasser wurden auch erneuert bzw. Instand gesetzt. Glühanlassschalter wurde auch erneuert.
Im Mai 2012 war es dann soweit die Ersatzteile konnten bestellt werden.
Als die Teile da waren wurde gleich angefangen. Die Reparatur verlief bestens, natürlich wurde ich auch hier wieder von meiner Tochter tatkräftig unterstützt. Wenn man so eine aufwendige Reparatur durchführt kommen natürlich auch viele Kleinigkeiten die man gleich mitmacht. Zum Beispiel Bremsen.
Ich will im nächsten Winter das Getriebe zerlegen weil die Zapfwelle lässt sich nicht mehr einschalten, und außerdem ist es ganz schön undicht.
Aber jetzt ist erstmal fahren angesagt.



...und auf youtube
unterwegs in den Weinbergen von Guntersblum



Bericht : Hartmut Linckh
Bilder : Hartmut Linckh



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